Grundlagen für Neulinge


Auf dieser Seite sind Ausrüstungsgegenstände beschrieben, die jedes Vereinsmitglied besitzen muss. In verschiedenen Workshop's innerhalb des Vereines kann das meiste selber erstellt werden. Manches ist auch günstig zu erwerben. Keine Angst vor überzogenen Ansprüchen aus unserem Verein. Unser Motto ist: Authentisch ist was Authentisch aussieht. Niemand muss bei uns von Hand nähen oder irgendwelche Dinge auf historische Art und Weise herstellen. Natürlich freuen wir uns aber über jeden der dies vor hat :-)
Wir unterteilen die verschiedenen Gegenstände in 3 Dringlichkeiten, da man nicht alles sofort von Beginn an benötigt:

Der Ausrüstungsgegenstand ist ein Kann, jedoch kein Muss.
Es geht ohne, jedoch garantiert nicht lange.
Absolute Grundvoraussetzung.

Dieser Artikel wird ständig bearbeitet und erweitert. Regelmässiges vorbeischauen lohnt sich.

  • Notwendige allgemeine Gegenstände und Gewandbestandteile
    • Almosenbeutel

    • Almosenbeutel mit Motiv aus der Codex Manesse Ein Almosenbeutel ist eine kleine Tasche, die entweder am Gürtel befestigt wird oder mit einem kleinen Riemen als Umhängetasche getragen wird. Da kein Gewand Taschen hat, ist dies die einzigste Möglichkeit persönliche Gegenstände wie Hausschlüssel etc. mitzunehmen. Im Hochmittelalter machte der Almosenbeutel seinem Namen alle Ehre, da in ihm immer ein paar Pfennige für die Armen enthalten waren.

    • Trinkgefäß

    • Hier kann ein Tonbecher dienen (glasiert oder unglasiert), ein Zinnbecher mit passendem hochmittelaltlichen Motiv oder ein Holzbecher/-krug.

    • Gürtel

    • Anfangs tut es ein Ledergürtel oder eine geknotete Borte. Das Endziel sollte jedoch immer ein brettchengewebtes Band sein.

    • Schuhe

    • Wendegenähte Schuhe sind auf der Webseite Mittelalterschuhe.de sehr genau beschrieben. Ansonsten gibt es bei uns immer wieder Workshop's zu Schuhen.

    • Socken

    • Nadelgebundene Socken Handgestrickte Wollsocken, die es überall zu kaufen gibt oder bei Bedarf selber gestrickt werden. Der höchste Grad an historischem Auftreten ist erreicht, wenn diese nadelgebunden sind.

    • Gugel

    • Die Gugel ist eine Kapuze, die bei Bedarf über den Kopf gezogen wird und dann vor Wind und Wetter schützt.

    • Tasselmantel

    • Der Tasselmantel erhält seinen Namen von den Tasselscheiben, zwischen denen die Tasselschnur gespannt isti, die den Mantel im Bereich des Halses zusammenhält. Gerade an kalten Tagen ist ein Tasselmantel der beste Freund des Reenactors.

    • Gardes Corps

    • Der Gardes Corps ist ein Reisemantel, der im Umgang wesentlich praktischer als ein Tasselmantel ist und den Träger ebenfalls vor Wind und Wetter zu schützen vermag.

    • Holzschale

    • Holzschalen gibt es in jedem gut sortierten Kaufhaus. Achten solltet Ihr dabei auf die Holzart und die Maserung. Es sollte sich in jedem Fall um ein Hartholz handeln und keine Astlöcher sollten die Schale durchziehen. Ihr werdet die Schale wirklich zum Essen verwenden und auch gelegentlich abspülen müssen. Gerade an Astlöchern reisst das Holz besonders schnell.

    • Messer

    • Die Schmiedekunst im Hochmittelalter war schon sehr ausgereift, jedoch war rostfreier Edelstahl noch nicht bekannt. Manche Messer wurden mit Holz- oder Horngriffen versehen, daher kann jedes Messer bedenkenlos besorgt werden, das nicht "rostfrei" ist und irgendeine Form von Holz oder Horngriff besitzt.

    • Löffel

    • Ein einfacher Löffel aus Holz oder Horn. Ersteres gibt es in jedem gut sortiertem Kaufhaus.

    • Aufbewahrungsort für Gegenstände

    • Hier gibt es eine ganze Palette von Utensilien, als da wären Brotbeutel, Truhen, Kraxen und vieles mehr. Da im Lager meist Chaos herrscht ist es gut, wenn jeder für sein Zeugs eine eigene Aufbewahrungsmöglichkeit hat.

    • Trippen

    • Dies sind die hölzernen Unterschuhe, bzw Schuhsohlen, die die eigentlichen Schuhe vor Dreck und Abnutzung schützen.

  • Notwendiges für den Mann
    • Darstellung eines Mannes in kompletter Montur Wenn Ihr die folgenden Ausrüstungsgegenstände und Gewandteile anfertigt oder besorgt, dann werdet Ihr bald so aussehen:





    • Bruche

    • Deutsche Bruche Die Bruche ist die Unterhose des Mannes. Sie ist sehr bequem und notwendig um die Beinlinge zu befestigen. Jeder der schon einmal bei sehr heissem Wetter eine Bruche getragen hat wird mir bei meiner Behauptung zustimmen, daß es wohl keine luftigere und bessere Aufbewahrung für das beste Stück des Mannes gibt :-) In dem Artikel "In drei Schritten zur eigenen Bruche" ist die Erstellung der Bruche genau beschrieben.

    • Beinlinge

    • Wollene Beinlinge Beinlinge sind einzelne Hosenbeine, die am Fussende wie moderne Leggings ausgeführt sind. Am oberen Ende werden die Beinlinge mit der Bruche verknotet oder an heissen Tagen einfach bis zum Fussknöchel herabgerollt. Wir haben einen kleinen Artikel, der sich mit der Erstellung von Beinlingen befasst, auf unseren Webseiten online.

    • Cotte

    • Cotte Die Cotte wird entweder direkt auf der Haut oder über dem Hemdelin getragen und ist an sich schon ein komplettes Gewand. Die Cotte hat lange Ärmel, reicht bis zu den Knöcheln und ist an den Ärmeln mit Borten verziert. Die Cotte kann gefüttert werden, wobei hier jedoch auf starke Kontraste wert gelegt werden sollte. Sie kann mit einem Frontschlitz versehen werden oder mit Zwickeln erweitert werden.

    • Surcotte

    • Surcotte Die Surcotte wird über der Cotte getragen. Daher hat sie statt Ärmeln nur Armausschnitte und reicht jedoch ebenfalls bis zu den Knöcheln. Sie ist am Halsausschnitt und/oder an den Armausschnitten mit Borten verziert. Nähere Informationen gibt es auch im Artikel "Das Herrengewand".

    • Bundhaube

    • Bundhaube Die Bundhaube ist die Standard-Kopfbedeckung für den Mann. Im Hochmittelalter war sie dringend notwendig, da sie in erster Linie vor Sonneneinstrahlung und den Läusen der anderen schützt. Unser heutiges Modeempfinden lässt uns über die Haube schmuntzeln, da sie einer Babyhaube ähnelt, jedoch macht Sie ein hochmittelalterliches Gewand erst so richtig komplett.

    • Hemdelin

    • Leinen Hemdelin Ein langärmliges Unterhemd, das bis zu den Knien reicht und an kühleren Tagen als zusätzliche Stoffschicht dient. Die Form ist den männlichen Konturen angepasst: Geradlinig, wie ein Sack :-)



  • Notwendiges für die Frau
    • Frauengewand Eine komplett ausgestatte Frau im hochgotischen Gewand sieht so aus:

    • Cotte

    • Auch bei der Cotte gilt: Das Frauengewand sieht genauso aus wie beim Mann, allerdings besitzen Frauencotten natürlich keinen Frontschlitz. Dafür kann man sich als Frau mehr mit Keileinsätzen und Zwickeln spielen, da die Röcke weiter sein dürfen.

    • Surcotte

    • Die Surcotte ist im Prinzip das selbe wie die Surcotte des Mannes. Im Tipps Bereich unter Gewandungen finden sich zahlreiche Artikel hierzu mit Schnittanleitungen. Bei Frauen ist Anzahl der Variationen deutlich höher als beim Mann (Wer hätte das gedacht :-)

    • Kopfbedeckung

    • Die Kopfbedeckung der Frauen ist ein sehr umfangreiches Thema, zu dem es bald einen Artikel im Tippsbereich geben wird.

    • Unterhemd

    • Das Unterhemd oder Unterkleid der Frau ist mit dem Hemdelin des Mannes vergleichbar, wobei es eher den Körperkonturen der Frau angepasst ist und damit nicht einen unförmigen Sack (wie beim Mann) darstellt. Es ist zugleich die einzigste Form der weiblichen Unterwäsche.



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