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In drei Schritten zur eigenen Bruche 
von Michael Mayer
Die Herstellung einer Bruche wird von mir in 3 einfachen Schritten
erklärt. Diese 3 Schritte sind auch auf der Grafik am Ende des
Artikels dargestellt.
Schritt 1
Zuerst muß der eigene Körper maßgenommen werden. Eigentlich
ist nur der Bauchumfang entscheidend. Dieser wird mit 2,5 malgenommen
und ergibt so den Bruchenumfang. Die Länge der Bruche kann eigentlich
immer gleich bleiben, da dieses Bruchenmodell jedem Mann von 1,60 bis
1,90 Körpergröße passt und vor allem eine gängige Stoffbreite ist.
Als Material sollte am besten naturweißes
Leinen verwendet werden, da dies auch am besten waschbar ist und
vom Material her auch auf jeden Fall authentisch ist. Nach dem
Ausschneiden der Bruche sind die beiden kurzen Enden miteinander zu
vernähen, so daß sich ein Rohr ergibt.
Schritt 2
Nun wird auf der Vorderseite ein Rechteck aus der Bruche
ausgeschnitten. Die Maße richten sich nach dem Stoffmaß und sind
in der Skizze dargestellt. Auf der Rückseite wird das Rechteck nur
bis zur Mitte der Stoffbahn eingeschnitten und auf keinen Fall ganz
ausgeschnitten ! In Schritt 3 ist genauer erklärt warum.
Schritt 3
Nun wird der eingeschnittene Streifen von der Bruchenrückseite nach
vorne geklappt und wie in der Skizze gezeigt angenäht.
Damit ist
die Bruche eigentlich schon fertig. Da aber für ein hochmittelalterliches
Gewand auch noch Beinlinge befestigt werden sollten, sollten entweder
an Löcher für die Verschnürung oder noch besser Schlaufen angebracht
werden. Die beiden kleinen Kreise markieren die Position. Genaue
Maße kann ich hierbei leider nicht geben, da die Position stark von
der persönlichen Körperhaltung, bzw. Bruchenwickelung abhängt. An
den beiden offenen Hosenbeinen sollten dann noch Schnüre angenäht
werden, mit denen dann die Hosenbeine nach zu den Schlaufen/Löchern
gezogen und befestigt werden können.
Wie zieht man die Bruche an ?
Einfach, ganz einfach :-) Man schlüpft nackt in diese überdimensionierte
Hose und zieht Sie sich bis zum Hals (Wer etwas größer ist, sollte
nicht zu fest ziehen...).
Dann wickelt man sich eine Schnur um die
Brust (in etwa Höhe Brustwarzen) und knotet diese zu. Nun kann man
die gesamte Bruche von der Brust her nach unten zur Hüfte hin
aufrollen, bis sich letztendlich um die Hüfte ein dicker Wulst aus
Stoff legt. Durch diesen dicken Wulst hält die Bruche auch am
Körper und rutscht garantiert nicht. Danach zieht man die Hosenbeine
von hinten nach vorne und befestigt diese an den Schlaufen/Löchern.
Fertig ist der perfekte Tragekomfort.
Wie verrichte ich nun mein Geschäft ?
Noch einfacher :-) Bruchenstoff vor dem guten Stück zur Seite ziehen
und dann alles laufen lassen ,-)
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