von Christian Limmer


Zunächst stellt sich die Frage nach dem richtigen Stoff. Dabei ist die Verwendung natürlich das Hauptkriterium. Dicke Wolle wird sich eher für Winterbeinlinge empfehlen, dünner Leinenstoff für den Sommer. 2m Stoff dürften eigentlich reichen. Diese Anfertigung beschreibt das Schneidern von einfachen und nicht gefütterten Beinlingen. Sobald ich gefütterte Beinlinge genäht habe, wird auch hierzu eine Anleitung folgen.


Beinlinge muss man sich wie überlange Socken vorstellen. Es gibt pro Beinling drei Teile:
  • Sohle
  • 2 Seitenteile

  • Ich habe zunächst einmal Sohlen zugeschnitten. Am besten nimmt man einen Schuh und zeichnet auf Papier die Umrisse der Sohle nach. Diese muss man sicherlich noch ein gutes Stück verkleinern, damit die Beinlinge auch an den Füssen richtig eng anliegen. Die Sohle also ziemlich knapp halten! Anschließend schneidet man sich zwei beinlange Stoffbahnen mit Fussfortsetzung aus. Genäht wird außen, am Ende wird der Beinling umgestülpt, so dass die Nähte innen unsichtbar sind. Das Beste ist, man vernäht sie einfach mal, dann sieht man ziemlich schnell, wo sie noch zu weit sind. Ich habe sie nach dem Vernähen angezogen und die Konturen meiner Beine passform nachgesteckt und anschließend wieder vernäht. So erhält man Beinlinge, die sehr eng anliegen. Beim Stecken immer den Beinling anhaben. Lediglich im Knöchelbereich muss man aufpassen, da man zum An- und Ausziehen mehr Platz braucht, als die Beinlinge eng anliegend bieten! Wenn man die Beinlinge nach dem Nachstecken normal auszieht, merkt man das ziemlich schnell. Das Ende am Oberschenkel habe ich leicht spitz gemacht, will heißen, auf der Beinvorderseite ist der Beinling etwas länger als quasi am Poansatz und läuft leicht spitz zu. Hier wird ein Knopfloch eingenäht zum Befestigen an der Bruche.

    Arbeitszeit: komplett ca. 4-5 Stunden (je nach Übung)
      © by Darkness & MaYmI