Geschrieben von Walburga Dax




Das Gebende besteht aus zwei Teilen: Einem Stirnband mit Rüsche und einer Kinnbinde.

Ihr braucht ca. 1m weißes Leinen, steife Einlage zum Aufbügeln, ca 1m weiße Kordel (Durchmesser 0,5 cm). Wer Aufbügel-Einlage nicht authentisch genug findet, kann Steifleinen entsprechend zuschneiden und mit kleinen Handstichen am Oberstoff befestigen. Dann aber nur den inneren Teil des Stirnbandes versteifen, nicht beide Teile.

Das Stirnband besteht aus einem leicht gewölbten Steifen, der wie folgt gezeichnet wird (Abb. 1) a) Kopfumfang b) Kopfumfang + 3cm c) 4 bis 5 cm Höhe d) 4 cm

Abbildung 1

Den Streifen 2 mal exakt aus Vlieseline zuschneiden, auf das Leinen bügeln und rundherum mit 1,5 cm Nahtzugabe ausschneiden.

Der Streifen für die Rüsche wird 8cm hoch und doppelt so breit wie die Oberkante des Stirnbandes zugeschnitten. Er wird längs gefaltet und gebügelt. In den Knick die Kordel legen und absteppen oder mit Handstichen fixieren. Die Unterkante des Streifens (also die, die aus zwei losen Stofflagen ohne Kordel besteht) laut Abb. 2 oben in Falten legen, stecken und bügeln.

Die Faltenbreite von 4 cm ist eine ungefähre Angabe, die +- 0,5 cm an die Oberkante de Stirnbandes angepaßt werden kann. Die Faltentiefe von 1 cm sollte auf jeden Fall eingehalten werden.

Anfang und Ende der Rüsche werden nach innen eingefaltet, um eine schöne Kante zu erhalten. Dann wird die Rüsche laut Abb. 2 auf die Oberkante des Stirnbandes genäht, wobei sie mit der Einlagenkante abschließt ( also nicht auf die seitliche Nahtzugabe nähen!)

Dann wird beim zweiten Stirnbandteil die obere Nahtzugabe nach innen gebügelt, und die untere Kante rechts auf rechts auf das Stirnbandteil mit der Rüsche genäht. Bügeln.

Stirnband laut Abb. 3 der Breite nach rechts auf rechts falten und zum Ring schließen, und zwar über beide Stirnbandteile.

Abbildung 2

Teil ohne Rüsche hochfalten. bügeln und mit Handstichen unterhalb der Rüsche befestigen. Wenden.

Zum Schluß die Kordel zusammennähen und die offenen Seiten der Rüsche mit Handstichen schließen. (Abb. 4)

Abbildung 3

Die Kinnbinde:

Die Kinnbinde kann ein gerader. gedoppelter Streifen sein:

Zuschnitt ca 11 x 80 cm (inclusive Nahtzugabe). Die Länge richtet sich dabei natürlich nach dem Kopf. Die Kinnbinde sollte auf dem Oberkopf beqem mit Stecknadeln zuzustecken sein und dabei 10 bis 15 cm überlappen.

Eine halbrund geschnittene Kinnbinde

Abbildung 4

ist mehr Nähaufwand, sitzt aber besser und sieht auch besser aus. Der schnitt wird folgendermaßen erstellt:

Abbildung 5

Alls Grundlage dient ein Halbkreis von 37 cm Radius. 75 bs 80 cm davon, je nach Kopfumfang, sind die spätere vordere Außenkante. Mittellinie einzeichnen. Ausgehend von der Mittellinie jede Seite dritteln. Entsprechend der Zeichnung die anderen Punkte einzeichnen und mit einer schön geschwungenen Linie verbinden.

2x mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneiden, zusammennähen und dabei im Bereich der hineren Mitte (wichtig, siehe Zeichnung) zum Wenden offen lassen.

Abbildung 6

Wenden, bügeln und das offene Stück von Hand schließen. Diese Stelle wird beim Anlegen dem Hals zugewandt.

Um den Kopf legen, und auf dem Oberkopf laut abbildung mit Stecknadeln schließen. Das Stirnband darübersetzen und mit Stecknadeln an der Kinnbinde befestigen.

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